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Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

„Brücken verbinden“

Der tiefgreifende Strukturwandel des Gesundheitswesens mit starker Orientierung auf Effizienz und Ökonomie, globale Veränderungen der Weltwirtschaft und der Einfluss des Internets sowohl auf die Leistungserbringer als auch den informierten Patienten lassen die Plastische Chirurgie nicht unberührt. Die Spezialisierung in allen Säulen unseres Faches nimmt stetig zu und damit das Risiko, den Blick über den Tellerrand der eigenen Arbeit hinweg zu verlieren.
 
Die Plastische Chirurgie hat in den vergangenen Jahrzehnten immer neue Techniken und Verfahren zur Herstellung von Funktion und Ästhetik entwickelt und somit die Qualität der Patientenversorgung eindrucksvoll weiterentwickelt. Weniger invasive Methoden finden in zunehmendem Maße Eingang in Therapiekonzepte. Aktuelle Trends etwa in der Perforatorchirurgie oder bei der Eigenfetttransplantation können innovative Behandlungsansätze für unsere Patienten eröffnen. Nicht selten haben andere Fachgebiete diese Verfahren für sich mit Erfolg übernommen und adaptiert. Dieser Transfer von operativem know-how unseres Fachs führte in einigen Bereichen der Plastischen Chirurgie zum Verlust originärerer Arbeitsgebiete etwa in der Mammachirurgie, der Brandverletztenbehandlung, der Handchirurgie, oder der ästhetisch-plastischen Chirurgie. Hier muss sich unser Fach hinsichtlich seiner Kernkompetenzen wie der Qualitätsstandards klarer positionieren.
 
Damit wir unsere Patienten künftig mit noch besseren Ergebnissen behandeln können, sind viele von uns Plastischen Chirurgen bereits jetzt interdisziplinär und international orientiert. Gleichwohl fehlt es uns noch an einer stärkeren Vernetzung auf nationaler und internationaler Ebene, beginnend bei den eigenen Fachgesellschaften aber vor allem auch darüber hinaus. Nur auf diesem Weg kann sich die Innovationskraft und die Bedeutung der Plastischen Chirurgie auf Dauer entfalten. In diesem Zusammenhang ist ebenso die akademische Verankerung unseres Faches an den Universitätsklinika eine notwendige Voraussetzung für unsere Zukunftsfähigkeit. Auch die Weiterentwicklung der Qualitätssicherung sowie eine qualifizierte curriculare ärztliche Weiterbildung sind zentrale Aufgaben für die Plastische Chirurgie der kommenden Jahre.
 
Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen und Chancen haben wir das Motto „Brücken verbinden“ für die Jahrestagung 2010 in Dresden gewählt. Dieses Motto erscheint insbesondere deshalb angemessen, weil die Stadtgeschichte Dresdens reich an spektakulären Brückenprojekten war und ist. Die Stadt symbolisiert zudem mit der wiedererstandenen Frauenkirche internationale Versöhnung. Dresden hat sich aufgrund einer beeindruckenden Aufbauleistung völlig zu Recht den Rang einer hervorragenden Kulturmetropole von internationalem Rang zurückerobern können.
 
Aber auch die nähere Umgebung Dresdens bietet Außergewöhnliches. Damit wir Ihnen weitere Perlen am sächsischen Wegesrand näher bringen können, finden die Operationskurse im nahe gelegenen Görlitz im geografischen Zentrum Europas mit dem größten zusammenhängenden mittelalterlichen Stadtkern Deutschlands statt. Eine sehr gute Gelegenheit, wie wir finden, den Reiz dieser ebenfalls beeindruckend restaurierten Stadt näher kennenzulernen.

Wir laden Sie herzlich nach Dresden und Görlitz ein und freuen uns sehr auf Ihr Kommen.


Dr. med. Steffen Handstein


Dr. med. Harald Kaisers


Dr. med. Holger M. Pult

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
liebe Mitglieder,

„Brücken verbinden“, man muss den diesjährigen Kongresspräsidenten – Dr. Handstein, Dr. Kaisers und Dr. Pult –für dieses vielschichtige und höchst aktuelle Motto danken. Denn in der Tat ist dieses Thema nicht nur für die UNESCO und Dresden von Relevanz, sondern bestimmt auch zunehmend unser ärztliches und berufspolitisches Handeln.

Abschottung und innerärztliche „Grabenkämpfe“ konnten nicht verhindern, dass in unserem Fach entwickelte Verfahren und Techniken von anderen Fachgruppen adaptiert und teilweise auch optimiert wurden. Dieses Faktum beobachten wir seit Jahren, diskutieren regelmäßig auf unseren Mitgliederversammlungen und im Vorstand. Deutlich wird auf allen Ebenen: Nur im kooperativen Dialog mit anderen Fächern können wir das Abwandern ganzer Patientenströme zu anderen Fachgruppen – ältestes Beispiel dürfte hier wohl die Resektion des Mammakarzinoms sein – verhindern. Im direkten, kooperativen Miteinander mit anderen Fächern in Klinik und Praxis müssen wir die Chance nutzen, Patienten und Kollegen durch Qualität zu überzeugen und so eine Adaption unserer Techniken verhindern. Die rege Teilhabe unserer Mitglieder an Kongressen, beispielsweise der Senologen und Unfallchirurgen, ist ein weiteres Instrument, um unser Können deutlich zu machen. Trotz aller Aufrufe, sinkt unsere Beteiligung an beiden Veranstaltungen jährlich.

Auch das Qualitätsmanagement – jetzt auch in Form initiierender Leitlinienarbeit in der DGPRÄC angekommen – können wir nicht außer Acht lassen. Mit den Assistentenkursen sowie der Wahl der Weiterbildungsstätte des Jahres wurden hier bereits Maßstäbe gesetzt. Das Register zur Brustrekonstruktion ist ein weiterer Meilenstein auf diesem Weg und wird im nächsten Jahr hoffentlich auf andere Bereiche ausgedehnt werden. Das Qualitätsmanagement hat genauso Eingang in das Kongressprogramm gefunden, wie eine Sitzung zu „GOÄ, DRG, Umsatzsteuer“, eine berufspolitische Erweiterung des in der Vergangenheit ja rein wissenschaftlichen Programms, welche auch die zunehmenden Anforderungen an die DGPRÄC und ihre Mitglieder wiederspiegelt.

Ich danke den Kongresspräsidenten für das ausgefeilte, vielschichtige Programm und freue mich auf eine interessante Tagung im schönen Dresden.

Herzlichst Ihr

Prof. Dr. Peter M. Vogt
Präsident DGPRÄC

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlich willkommen im Freistaat Sachsen! Ich freue mich, dass die Deutsche Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie unsere wunderschöne Landeshauptstadt Dresden als Tagungsort ihrer 41. Jahrestagung ausgewählt hat.

Ich sehe diese ausgezeichnete Wahl als Anerkennung für die Leistungen des sächsischen Gesundheitswesens und der sächsischen Gesundheitspolitik. Unser Leitmotiv lautet: Damit Sachsen allen Bu¨rgern eine gute Heimat ist, bedarf es einer flächendeckenden medizinischen Versorgung auf hohem Niveau.

Wir haben dafür gute Bedingungen geschaffen: effiziente Krankenhausstrukturen, Spitzenforschung, exzellente Lehre, innovative Ansätze in der ambulanten Versorgung und Rekrutierung von Ärzten. Das Städtische Klinikum Görlitz, an dem der Operationskurs zur Jahrestagung durchgefu¨hrt wird, ist dafür ein sehr gutes Beispiel.

Sachsen kann zudem mit einem großen Reichtum an schönen Landschaften und kulturellen Schätzen punkten. Ein inspirierendes Umfeld nicht nur für Tagungen, sondern auch zum Leben und Arbeiten. Ich lade Sie herzlich ein, Sachsen besser kennenzulernen!

Eine erfolgreiche Tagung, viele neue Erkenntnisse und gute Erinnerungen an Sachsen wünscht Ihnen Ihr

Stanislaw Tillich
Ministerpräsident, Freistaat Sachsen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästethischen Chirurgie e. V. und die Vereinigung der Deutschen Ästethisch-Plastischen Chirurgen e. V. werden ihre Jahrestagungen vom 16. bis 18. September 2010 gemeinsam in Dresden durchführen. Erst zum dritten Mal überhaupt – nach Leipzig im Jahre 1994 und Magdeburg im Jahr 2000 – ist eine Stadt in den neuen Bundesländern Tagungsort. Somit bedeutet die Wahl auch eine Wertschätzung des Standortes sowie gleichermaßen der Qualität unseres Gesundheitswesens im Freistaat Sachsen.

Dass die OP-Kurse in unserem Klinikum Görlitz stattfinden, empfinde ich als besondere Anerkennung für unser städtisches Krankenhaus, seine Leistungsfähigkeit einschließlich des qualifizierten Personals. Die Städtische Klinikum Görlitz gGmbH genießt einen sehr guten Ruf in Görlitz und der Region. In den letzten Jahren erfolgte einhergehend mit Sanierung und Erweiterungsneubauten eine Konzentration der Kliniken am Standort Girbigsdorfer Straße. Insgesamt 135 Millionen Euro wurden in den Ausbau und die Modernisierung des Görlitzer Standortes investiert.

Ich freue mich, Sie im September in Görlitz begrüßen zu dürfen und möchte Sie vorab schon mit unserer Stadt bekannt machen: Rund 58.000 Einwohner leben in der Stadt an der Lausitzer Neiße, welche am für Mitteleuropa Zeit gebenden 15. Meridian liegt. 1071 fand sie als „villa gorelic“ erstmals urkundliche Erwähnung. Die Lage am Kreuzpunkt wichtiger Handelsstraßen begünstigte die wirtschaftliche Entwicklung und bescherte ihren Bürgern einst Reichtum. Das ist bis in unsere Gegenwart in der Architektur sichtbar. Originale, zu großen Teilen bereits aufwändig restaurierte Bauwerke aus Spätgotik, Renaissance, Barock, Gründerzeit und Jugendstil prägen das heutige Stadtbild. Mit rund 4.000 Einzeldenkmalen gilt Görlitz unter Fachleuten als „Bilderbuch der Städtebaukunst“. Der Vorsitzende der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und Ehrenbürger unserer Stadt, Prof. Gottfried Kiesow, bezeichnet Görlitz sogar als „schönste Stadt Deutschlands“.

Im Ergebnis des Zweiten Weltkrieges wurde der historisch gewachsene Stadtorganismus getrennt. Am östlichen Ufer der Neiße entstand die eigenständige polnische Stadt Zgorzelec, in der aktuell rund 35.000 Einwohner leben.

Neben anderen Besonderheiten gibt es „Das Wunder von Görlitz“. Bereits zum 16. Mal erhielt die Stadt in diesem Jahr eine Spende in Höhe von 511.000 Euro. Anfangs war es eine Million DM, deshalb bezeichnen wir diese Zuwendung liebevoll als „Altstadt-Million“. Das Geld wird nach dem Wunsch der unbekannt bleiben wollenden Spenderin/ des unbekannt bleiben wollenden Spenders für die Sanierung eingesetzt. Weit über 500 Projekte erhielten bisher eine Zuwendung. Einige Objekte wurden inzwischen mit einer Bronzeplakette gekennzeichnet, welche die Aufschrift „Altstadtstiftung“ trägt. Bei einem Rundgang können Sie die Spuren unserer Stifterin/ unseres Stifters entdecken.

2011 richtet der Freistaat Sachsen in Görlitz die 3. Sächsische Landesausstellung „via regia“ aus. Die Projektleitung tragen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Ich möchte Sie schon jetzt herzlich einladen, Görlitz und die Ausstellung zu besuchen.

Herzliche Grüße

Ihr Joachim Paulick
Oberbürgermeister, Görlitz

Liebe Medizinerinnen und Mediziner,

im Namen der Landeshauptstadt Dresden grüße ich Sie recht herzlich und freue mich, Sie zur 41. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen erstmals in unserer Kunst- und Kulturstadt willkommen heißen zu dürfen. Seit 1990 hat sich Dresden prächtig entwickelt, der Name hat Klang. Wer ihn hört, verbindet damit meist zuerst Gedan-ken an die Frauenkirche, den Zwinger oder die Semperoper, an das Grüne Gewölbe, die Alten Meister oder die Porzellansammlung. Neue Besuchermagneten wie das Festspielhaus Hellerau oder das Albertinum kamen hinzu. Wer einmal hier war, behält die bezaubernde Stadtlandschaft am Elbestrom mit ihrer schwungvollen Flussbiegung, den Raddampfern, Wiesen und Weinhängen im Herzen. Gute Lebensqualität hat bei uns Tradition. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts war Dresden hinsichtlich einzelner Bereiche der öffentlichen Gesundheitspflege geradezu vorbildlich. Belege dafür sind beispielsweise die Königliche Zentral-stelle für öffentliche Gesundheitspflege, das Chemische Untersuchungsamt der Stadt Dresden und der Lehrstuhl für Nahrungsmittelchemie an der Königlich-Sächsischen Technischen Hochschule. Die Internationale Hygiene-Ausstellung 1911 und die Gründung des Deutschen Hygiene-Museums führten im 20. Jahrhundert diese Traditionen fort. Die Technische Universität Dresden hat sich mit ihrem Motto „Wissen schafft Brücken“ zu einem Zentrum für Wissenschaft und Forschung entwickelt. Unter dem Leitspruch „Brücken verbinden“ würdigen Sie mit Ihrem wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch nicht nur die vielfältigen universitären Erfolge und Aktivitäten sowie den internationalen Kongressstandort Dresden, sondern auch unser aller Bemühen um ein gesundes und innovatives Ambiente für die Dresdner und Ihre Gäste.

Freuen Sie sich über anregende Vorträge und aufschlussreiche Diskussionen und natürlich auf Dresden. Ihrer Tagung wünsche ich viel Erfolg! Ihnen allen interessante Tage in Dresden.

Helma Orosz
Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Dresden